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Traditionelle Trachten
Die farbenfrohen sardischen Trachten sind mit zahlreichen Stickereien und kostbaren Schmuckensembles versehen. Heutzutage werden sie oftmals nur an den Hochfesten oder Straßenzügen in ihrer unterschiedlichen Vielfalt getragen.
Anhand der Trachten kann man die regionale Zugehörigkeit sowie den persönlichen Stand erkennen. So ist nicht erstaunlich, dass es über 400 verschiedene Formationen gibt. Erwähnenswert ist, dass neben der älteren Generation auch die junge Fraktion mit Stolz und Begeisterung die Trachten trägt.
So unterschiedlich ihre optische Gestaltung auch sein mag, sie alle sind nach dem gleichen Grundprinzip gestaltet: Die Frauen tragen einen Schleier, eine Haube oder einen Schal je nach Status, dazu werden lange Röcke und aufwendige bestickte Schürzen kombiniert. Die Kleidung der Männer unterscheidet sich hingegen nur in den Farben der "birritta", die sardische Kappe und des rockartiges Wams . Handgewebte Beinstulpen komplementieren das Bild.
Die Stickereien erfolgen in Handarbeit, und werden von vielen Frauen selbst übernommen. Hier hat der ideelle und auch traditionelle Wert vorrang. Auch sind die wirtschaftlichen Aspekte nicht zu verachten, denn die Fertigung der aufwändigen Tracht wäre sehr kostenintensiv. Oftmals treffen sich die Frauen eines Dorfes und fertigen an lauen Abenden gemeinsam ihre Tracht in geselliger Runde.
Sollte man nicht die Möglichkeit haben, einem dieser Feste beizuwohnen, kann man die Trachten auch im Volkskunde-Museum von Nuoro auf dem Hügel Sant' Onofrio bewundern. In manchen Regionen wird die Tracht auch im alltäglichen Leben getragen.









