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Sant Antioco
Das ehemalige Sulci, jetzt Sant Antioco liegt vor der südwestlichen Küste der Region Carbonia Iglesias und gehört zu Sardinien. Die eigene kleine Insel, die zum Archipel Sulcitano gehört, ist mittels einen 3 Kilometer langen Damm mit der Insel Sardinien verbunden. Die viertgrößte Isola Italiens hat eine Gesamtfläche von 109 km², und ist somit die größte vorgelagerte Region Sardiniens. Ihre etwa 12.000 Einwohner sprechen Sardisch und Italienisch.
Am Fuße der neu renovierten Burgruine Su Pisu gelegen, grenzt Sant Antioco an den Golf von Palma. Die wirtschaftlichen Einnahmequellen sind neben dem Tourismus, die zahlreichen Abfertigungsplätzen am Hafen. Sie dienen als Umschlagplätze für Metalle und Mineralien aus dem gesamten Land.
Kulturell nicht unbedeutend ist die Tatsache, das die heutige Stadt auf den Resten einer der ältesten phönizischen Siedlungen Sardiniens entstand. Erstmalige geschichtliche Erwähnung fand St. Antioco im Jahr 900 v. Christus. Von Phöniziern gegründet wurde der Ort 600 v.Chr. von den Karthagern erobert. Den Namen Sulci erhielt die Stadt während des punischen Krieges von den Römern.
Hiervon zeugen die teilweise noch sehr gut erhaltenen unterirdischen ehemaligen Grabkammern, die mittels Tunnelsystem begehbar sind, und von der Bevölkerung dato teilweise als Lagerräume genutzt werden. Jedoch sind nur die Katakomben der der Basilika St. Antonico für die Öffentlichkeit zugänglich. Ebenso sehenswert sind auch die unterirdischen Grotten des ethnografischen Museums.
An der Oberfläche sollte der kulturell interessierte Reisende die punische Nekropolis und das phönizische Tophet besuchen. Sakrale Baukunst und Reliquien der Antike können hier betrachtet werden.
Neben Sant Antioco findet sich noch eine weitere Gemeinde auf der Insel: Calasetta. Dieser Ort wird von etwa 2700 Personen bewohnt, und liegt unmittelbar neben dem ehemaligen Sulci.
Von Ligurier und Genuesen gegründet, zeichnet dieses Örtchen die streng geometrische Anordnung der Straßen aus. Diese Charaktereigenschaft war typisch für den Ingeniere Di Belly. Für wanderfreudige Touristen ist auch ein Besuch des großen Turm unumgänglich, da dieser aus reinem Vulkangestein erbaut wurde.
Neben den historischen und geschichtlichen Aspekten bietet diese wundervolle kleine Insel auch freizeitliches Vergnügen. Ihre wunderschönen Badestrände mit dem türkisblauen Wasser laden zum Sonnenbaden und Wassersport ein . Neben den zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort bietet sich in dieser Region auch die Möglichkeit zum Campen.









