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Das weiße Gold
Wenn die heiße Sonne des Mittelmeeres auf das Land scheint, beginnt in Sardinien die traditionelle, alljährliche Salzernte. Hier wird mittels Pumpen und Schleusen das Meerwasser in Auffangbehälter geschleust, von wo aus es in die die angrenzenden Salzfelder weitergeleitet wird. Durch das Klima und die Wasserverdunstung setzen sich im Laufe der Zeit die Mineralskristalle ab. Der stetige Wind, die zahlreiche Sonnenbestrahlung sowie die niedrige Luftfeuchtigkeit tragen dazu bei, dass auf diese Art und Weise jährlich in Sardinien etwa 350000 Tonnen Salz entstehen.
Diese Art der Salzgewinnung hat hier lange Tradition, und wurde schon von den Römern praktiziert.
Am Ende der Trockenphase wird das Salz mittels sogenannter Salzschieber geerntet. Früher erfolgte diese schweißtreibende Arbeit per Hand, heute hingegen erhielten maschinelle Anlagen Einzug.
Die endgültige Verwendung des weißen Goldes von Sardinien ist abhängig vom Bedarf und der Nachfrage. Zum Einsatz kommt es außer in der Nahrungsverarbeitung auch in der Industrie, z.B. zur Herstellung von Weichmachern und Bleichen.









